Unheimliche Kurzgeschichten
Die Bilder basieren auf meinen Figurenbeschreibungen aus meinen Manuskripten und wurden mithilfe einer KI visualisiert.
Pepe, die Vogelscheuche
Dorian streift mit seinen Kindern Anouk und Nandor durch den Wisperwald, um Fossilien zu suchen. Doch schon auf der Fahrt behauptet Nandor, eine unheimliche Vogelscheuche mit schwarzen Knopfaugen gesehen zu haben – eine Gestalt, die außer ihm niemand wahrnimmt.
Als Dorian im Wald verunglückt und Anouk Hilfe holen will, bleibt Nandor allein zurück. Da steht sie plötzlich vor ihm: die grinsende Vogelscheuche Pepe. Aus ihren Taschen kullern Eicheln ins Laub. Eine davon wirkt seltsam lebendig, hüpft umher und führt sogar kleine Kunststücke vor. Fasziniert folgt Nandor der Vogelscheuche bis zu einer verfallenen Hütte am Ufer eines brackigen Teiches, verborgen unter den Ästen einer gewaltigen Eiche.
Doch tief im Wisperwald lauert etwas. Etwas, das Kinder beobachtet. Und aus Pepes seltsamem Spiel wird tödlicher Ernst.
Pepe, die Vogelscheuche

Das Reborn-Haus in Hattenheim
In Hattenheim spricht man nur hinter vorgehaltener Hand über das alte Haus am Ortsrand. Dort lebt Martha – zurückgezogen, freundlich und umgeben von ihren Reborn-Puppen, die sie wie ihre eigenen Kinder behandelt.
Nachbarn behaupten, nachts Stimmen zu hören. Andere wollen reglose Gestalten hinter den Fenstern gesehen haben. Und dann ist da noch Franky, gebunden an Martha, aber ein begeisteter Zuhörer.
Wer das Haus betritt, spürt schnell, dass dort etwas nicht stimmt. Zwischen Staub, Lavendelduft und künstlicher Familienidylle lauern verdrängte Erinnerungen, beginnender Wahnsinn und düstere Geheimnisse.
„Das Reborn-Haus in Hattenheim“ ist eine atmosphärische Horror-Novelle über Einsamkeit, Schuld und den schleichenden Zerfall der Wirklichkeit.
Das Reborn-Haus in Hattenheim

Im Fels der Loreley
Tief im Fels der Loreley lauert etwas – uralt, grausam und unendlich geduldig.
Zugführer Paul durchquert wie so oft den Tunnel unter dem sagenumwobenen Schieferfelsen bei St. Goarshausen. Doch diesmal geschieht das Undenkbare: Stromausfall. Totalausfall. Stillstand. Die Dunkelheit verschlingt nicht nur Licht und Technik – sondern offenbar auch alle Passagiere.
Als Paul sich durch den leblosen Zug und den stockfinsteren Tunnel tastet, beginnt eine verstörende Odyssee. Orientierung, Zeitgefühl, Erinnerungen – alles droht zu entgleiten. Stimmen flüstern, Fliegen surren, Schatten huschen. Und irgendwo im Dunkel erklingt ein betörender Gesang …
Ein unheimlicher Psychotrip, eine düstere Hommage an die Sage der Loreley – und ein Horror, der sich in Spiralen windet wie der Rhein.
Im Fels der Loreley

Chromosom 7
Lea leidet unter seltsamen Wahnvorstellungen – und einer unheimlichen Geschwulst über ihrer Nasenwurzel, die immer weiter wächst. Als das Ding plötzlich beginnt, mit ihr zu sprechen, gerät ihr Leben endgültig aus den Fugen.
Die Ärzte glauben an einen Gehirntumor. Lea hingegen spürt, dass etwas anderes in ihr lebt. Etwas, das sie schon seit ihrer Kindheit begleitet. Eine Stimme. Ein Bruder. Ein Schatten in ihrem Kopf.
Nach und nach stößt sie auf ein verstörendes Familiengeheimnis: Alle weiblichen Nachfahren ihrer Familie tragen eine „Brut“ in sich – verborgen in Chromosom 7.
Und jetzt ist sie an der Reihe.
Chromosom 7
